Dienstag, 15. Januar 2013

I'm still alive!

Hej ihr Lieben!

Ich habe mich wirklich lange nicht gemeldet... aber keine Nachrichten sind ja bekanntlich gute Nachrichten! Ich erzähle mal ein bisschen was ich so gemacht habe in den letzten zwei Monaten...Es ist viel passiert:)

November

Am ersten Freitag hab ich mir vom Projekt freigenommen und Anne und ich sind mit dem Zug nach Simons Town, einer kleinen Küstenstadt am False Bay, gefahren. Dort sind wir ein bisschen durch die Gegend gebummelt, haben wahnsinnig süße Laeden entdeckt und ein paar Mitbringsel geshoppt, und auf dem Rückweg sind wir auf der Hälfte der Strecke in Kalk Bay ausgestiegen und den restlichen Weg bis nach Muizenberg am Meer entlang gelaufen. Dann haben wir noch Cupcakes für den Geburtstag von Agnes aus Norwegen (die an dem Tag neu zu uns in die Familie kam) gekauft, leider hat sich nur später herausgestellt dass wir uns um eine Woche vertan hatten :) Seit der Weiterfahrt im Zug an dem Abend hatte ich leider erstmal für eine Weile keine Kamera mehr weil sie mir durchs Fenster aus dem fahrenden Zug geklaut wurde... ich hab mir aber Mitte Dezember selber ein Weihnachtsgeschenk gemacht und mir eine neue gekauft, die eigentlich ziemlich günstig war und von der ich absolut begeistert bin! Vielleicht hatte es daher doch ein gutes, denn mit der anderen war ich schon lange nicht mehr zufrieden... die Rückerstattung von meiner Versicherung war jedoch leider ernüchternd;)
Am nächsten Wochenende haben wir uns mit Cecile getroffen, der Freundin meiner Chefin, die uns nach Stellenbosch auf ihre Wine Farm eingeladen hat. Ihre Familie hat ein total süßes Haus mit einer Menge Hunden inmitten von Weinfeldern:) Wir sind mit ihr ein bisschen durch die Gegend gefahren und haben nochmal Fairview, der Farm auf der ich auch schon bei der Western Cape Tour war, einen Besuch abgestattet... also cheese tasting again:) wir haben dann für den Abend Käse und Ciabatta (das war so lecker) aus dem Farmladen mitgenommen und sind zu Freunden von Cecile gefahren um zu braaien und DAS Rugbyspiel anzuschauen. Rugby ist ja so etwa das Fußball der Südafrikaner und wird dementsprechend zelebriert:) Einer der Jungs hat mir die Regeln erklärt, aber ich hab die Hälfte schon wieder vergessen. Wir waren übrigens kaum zur Tür rein, als wir schon auf deutsch begrüßt wurden weil eben dieser Freund von Cecile ein Jahr in der Schweiz verbracht hatte;) Schwitzerdütsch konnte er aber noch besser als Hochdeutsch und das war ziemlich witzig...ich muss aber zugeben, dass ich davon so gut wie kein Wort verstanden habe:) Am nächsten Morgen hat uns unser Gastvater (nachdem Anne und ich dem riesigen Food Lovers Market einen Besuch abgestattet haben, wo wir natürlich sehr gut aufgehoben waren:)...) zusammen mit Agnes, Marie und Anna in Stellenbosch abgeholt und zum Bloubergstrand gefahren. Das ist ein Surferstrand etwas außerhalb von Kapstadt mit wunderschönem Postkartenblick auf den Tafelberg. Wir sind ein paar Stunden einfach nur am Strand langgelaufen, haben ganz viele Bilder gemacht und am Abend im Moyo's gegessen, einem Zulurestaurant:) war echt toll da... jeder Besucher der wollte bekam ein face painting mit weißer Farbe:) An ihrem vorletzten Wochenende hat Anne eine Safaritour gemacht, ich war am Samstagvormittag im Internetcafe und abends mit Amelie in einem kurdischen Restaurant am Green Market Square und dann im Penthouse auf einer Party auf der Dachterasse. Am nächsten Morgen hab ich mich mit den Mädels in Muizenberg getroffen, wo ein riesiger Flohmarkt in der Nähe vom Strand war, auf dem man wirklich so gut wie alles kaufen konnte! (Natürlich auch wieder ne Menge Essen:D)
In der Woche darauf wurde dann beim Monitoring das Hippo in S2 (so heißt der so ziemlich größte pan) gesichtet und daraufhin haben wir mit ungefähr 40 Helfern aus den umliegenden Reserves den gesamten See eingezäunt. Fun part: als wir gegen zehn Uhr abends gerade fertig waren und ein letztes Mal entlang einer Zaunseite gelaufen sind, tauchte das Hippo auf einmal direkt neben uns im See auf... leider nur auf der falschen Seite vom Zaun. Also war alles umsonst...:D Auf einer Seite vom Zaun wurde der Draht dann wieder abgenommen damit das Hippo dort vielleicht wieder reinläuft... Was ohne Erfolg blieb, dafür konnten wir es zwei Wochen später (diesmal aber ohne Hilfe von außerhalb und einer weiteren Nachtschicht, diesmal bis elf Uhr) in einem anderen pan mit eher provisorischen Mittel einzäunen... allerdings war auch das von kurzer Dauer, weil irgendwelche Leute illegalerweise mit ihren Quads durchs Reserve und durch den Zaun gefahren sind, die verantwortlichen Ranger nicht zur Stelle waren und Bilbo wieder gemütlich aus seinem Teich herausspazieren konnte... Hippo gone again.
Das letzte Novemberwochenende war dann Annes letztes in Südafrika, deshalb haben wir nochmal eine Menge tolle Sachen gemacht... Am Samstag waren wir zuerst in der Old Biscuit Mill (was tatsächlich eine alte Keksfabrik ist) auf dem Neighbourgood Food Market. Jeder der mir davon erzählt hat, meinte man sollte am besten drei Tage vorher nichts essen was ich im Nachhinein sehr gut verstehen kann:) dort gibt es nämlich einfach alles und man kann an so gut wie jedem Stand in zwei großen Hallen etwas probieren... Schokolade, getrocknete Früchte, Pesto, Oliven, Brot,... es gab sogar Poffertjes:) danach sind wir nach Kapstadt gefahren und waren noch ein bisschen auf dem Green Market Square (Souvenirs shoppen und schön Preise runterhandeln) und anschließend im Mama Africa, einem der berühmtesten Restaurants auf der Longstreet in dem immer Livemusik ist und man Kudu, Strauß, Krokodil und so was probieren kann. Wir waren nur leider immer noch so satt von der Old Biscuit Mill und außerdem knapp bei Kasse, sodass es nur für Salat und tja... Spinatpfannkuchen gereicht hat:D Abends waren wir in einem Club im 31. Stock eines Hochhauses mit hammer Aussicht auf das nächtliche Kapstadt:) Nach ziemlich wenig Schlaf sind wir dann am nächsten Morgen zu einer Townshiptour aufgebrochen, die Anne gerne noch machen wollte. Teil davon war ein Besuch im Mzolis, einem bekannten Townshiprestaurant, das ursprünglich mal eine butchery (eine Art Metzgerei) war. Das funktioniert da folgendermaßen: man kauft Fleisch, lässt es von den Leuten dort auf dem braai grillen, bekommt einen der zahlreichen Tische unter einer großen Plane, packt seine mitgebrachten Getränke aus (in unserem Fall ein Sixer pro Person, die unsere Tourguides für uns eingekauft hatten...:D) und wenn das Essen - bestehend aus einem riesigen Teller Fleisch mit braai-Sauce und einem weiteren riesigen Teller Pap, einer Art Maisbrei - dann nach einer Weile auf dem Tisch steht, wird nach Township-Art gegessen. Wer braucht schon Teller oder Besteck wenn es genauso gut mit den Händen funktioniert?:) Danach waren wir jedenfalls pap(p)satt...! Die Townshiptour war letztendlich leider nicht so das Wahre verglichen mit der anderen, die ich schonmal gemacht hatte, weil die Gegenden größtenteils so aussahen wie bei uns in Grassy Park und wir eigentlich gerne näher zu den shacks (den Wellblechhütten in den ärmsten Gegenden) gekommen wären. Trotzdem haben wir ein paar interessante Sachen von unserem Tourguide erfahren.
Am nächsten Morgen mussten Anne und ich uns dann verabschieden was natürlich alles andere als leichtgefallen ist... aber wir werden uns in Deutschland mal wieder sehen wenn ich zurück bin!
In dieser Woche habe ich mich auf ewige Zeit im Reserve verewigt, indem ich zwei Tage lang ein großes Tor mit gelber Farbe gestrichen habe - angemalte Haare sowie eine Woche lang gelbliche Arme inklusive:D Das Resultat wäre sicher besser gewesen wenn der hier im Frühsommer immerwährende Wind (teilweise bis 40kmh) nicht gewesen wäre;)
An einem weiteren Tag in dieser Woche war Erica, unsere Chefin, nicht da und meinte, wie könnten den Tag gemütlich angehen lassen. Was wir drei wörtlich genommen und letztendlich fast vier Stunden gepicknickt haben - man beachte die zahlreichen Bestandteile des Vespers auf den Bildern...
Alles in allem also ein schöner und ereignisreicher zweiter Monat in Südafrika...
Bericht über den gar nicht winterlichen Dezember kommt auch bald!:)
Alles Liebe,
Kirsten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freu mich ganz arg über jede Nachricht von euch !

Da die meisten von euch wahrscheinlich kein Google-Konto haben, am besten Name/URL auswählen und einfach nur im oberen Feld den Namen eintragen :)