Nachdem wir am ersten Januar vom Festival zurückkamen und ich meine
neue Zimmerpartnerin aus der Réunion kennen gelernt hatte, sollte es (nach dem ersten lekker Braai in meiner eigenen Gastfamilie, mein Hostdad hatte gegrillt) eigentlich am nächsten Morgen in den Urlaub losgehen. Aber da fingen die
Probleme an... zuerst war es mir aus irgendeinem Grund nicht möglich, mit meiner zweiten Karte irgendwo Geld abzuheben (was sich später zum Glück geklärt hat, aber ziemlich stressig warweil meine andere Kreditkarte bei Saskia war und ich noch ungefähr 8 Rand übrig hatte) ...und auf einmal standen wir dann alleine mit dem gebuchten Auto da,
weil unsere "Fahrerin" so kurzfristig wie nur möglich abgesprungen war.
Zum Glück war mein Gastvater am nächsten Morgen unterwegs nach Kapstadt um die Französin zur Sprachschule zu bringen, sodass ich auch ohne Geld nach Kapstadt kam. In einm Hostel haben wir Amelie und ihren Freund getroffen, die gerade selbst zu ihrer Tour los sind... woraus bei uns leider nichts wurde. Bei den meisten Organisationen muss man den Führerschein seit drei
Jahren besitzen, außerdem muss die Kreditkarte für die Buchung die des
Fahrers sein, und die arme Jana lag mit Fieber im Bett - deshalb mussten wir alles canceln. Zwei Stunden langes
Rumtelefonieren über diverse Zweit- und Drittanbieter nach Schweden,
Frankreich und Deutschland half leider überhaupt nichts, so dass wir am
Ende auf den gesamten Kosten für das Auto sitzen blieben. Also hieß es erstmal wieder zurück ins Projekt. Der Tag war aber extrem witzig dank Ericas neuem Lover (wie wir alle vermuteten und später damit auch goldrichtig lagen)... wir mussten zwar wieder einmal gegen Soil Erosion ankämpfen und dazu Unmengen von Sandsäcken befüllen, aber diesmal etwas motivierter - Ryno und ich traten gegen Flo und David an und der Sieger im Sandsäcke füllen-zuknoten-zum Bakkie schleifen gewann einen Sixer Bier (wir leider nicht...). An diesem Tag passierten auch so verrückte Dinge wie Eulen auf und Krebse unter Schreibtischen im Office. Ein paar Tage
war dann erstmal nicht klar ob es mit Urlaub überhaupt noch was wird, bis Saskia und ich uns ganz
kurzfristig einen Tag vorher (den ich gemütlich am Clifton Beach verbrachte) entschieden, noch bei einer geführten
7-Tages-Tour mitzumachen...tatsächlich gab es noch zwei freie Plätze und
dann konnte es doch endlich losgehen! Bei dieser Tour war so gut wie
alles dabei, was wir auch machen wollten und im Tourbus haben wir
festgestellt, dass sogar die Hälfte der Hostels die selben waren:)
Wir waren insgesamt zu zwölft und haben gleich zwei andere deutsche
Mädels kennen gelernt, die für ein sechsmonatiges Praktikum in Kapstadt
waren. Am ersten Tag ging es nach Agulhas, wo ich dann zum dritten Mal
am Southern Most Point stand:D Die nächsten Tage waren wir in der Little
Karoo, einer Halbwüste mit tausenden Kakteen, in Oudtshoorn und in den
Cango Caves, durch die man eine Adventure-Höhlentour machen kann (durch
winzige Spalten quetschen etc) und auf einer Wildlife Ranch. (Leider
verstehe ich nicht warum man dort Fotoshootings mit Geetahs (Geparden)
und Tigerbabies anbietet und - was wir am Morgen schon ausgelassen haben
- auf Straußen reiten kann...das liegt nicht in der Natur der Tiere.
Leider alles ziemlich touristisch ausgerichtet) Trotzdem werde ich den
Tag nie vergessen, aber aus einem anderen Grund. Am Nachmittag habe ich
mich nämlich von der höchsten Bungy-Brücke der Welt gestürzt - 216 Meter
freier Fall! Das Gefühl war einfach unbeschreiblich...und es gibt auch
ein Video davon:)
Am nächsten Tag waren wir im wunderschönen
Tsitsikamma National Park...die Palette der verschiedensten
Landschaften, die wir auf der Tour gesehen haben, war echt
beeindruckend. Nach Kapstadt und den Winelands, der Halbwüste Karoo und
der Küstenlandschaft standen wir dort fast im Regenwald - so kam es mir
jedenfalls vor! Es gibt dort eine Hängebrücke über eine
Flussmündung ins Meer - wirklich wunderschön und eins der Highlights auf
der Tour. Am Nachmittag haben wir eine Ziplinetour (sowas wie
Seilbahnen die man in einem Kletterset entlang fährt) über einen
Bachlauf mit traumhaften Wasserfällen gemacht.
Am Abend ging es in
die beste Unterkunft der ganzen Tour, die wir für unseren eigenen Urlaub
auch vorgesehen hatten - die River Cabins in der Nähe vom Addo National
Park. Dort gibt es kleine Mud Huts, also Erdhäuser, direkt am Fluss,
von denen wir ursprünglich eines gemietet hatten. Mit unserer Gruppe
waren wir in einem nach Backpackerstandard ziemlich luxuriösen Bungalow
und der Abend wurde dadurch getoppt, das unser Österreicher, ein Wiener
Koch, für alle Essen zauberte:) Am nächsten Morgen ging es so perfekt
weiter, weil wir schon um sieben Uhr früh im Addo waren (einem
Elefantennationalpark, der aber alle 'Big 5', also neben Elefanten
Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden, beheimatet) und innerhalb
kürzester Zeit Zebras, Kudus, Elands (Antilopen) und vieles mehr sehen
konnten:) am Ende des Vormittags konnten wir vier der Big 5 verzeichnen
(ziemlich gut dafür dass es nur vier (!!) Rhinos im gesamten Addo gibt),
einzig der Leopard wollte sich nicht zeigen;) Es war eine einmalige
Erfahrung, die Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können und nicht hinter Gittern.
Den Abend verbrachten wir in Jeffreys Bay, einer
Surferhochburg mit Unmengen von Billabong, Roxy etc. Outletshops (die
aber leider nur noch eine halbe Stunde offen hatten als wir ankamen,
also nichts mit groß shoppen). Am nächsten Tag waren wir in der
offiziell schönsten Stadt Südafrikas. Knysna liegt an einer Lagune
eingerahmt von einer Bergekette und bringt die wahrscheinlich teuersten
Grundstücke neben Camps Bay und Somerset West (bei Kapstadt).
Wir
waren dann nachmittags noch auf einer Elefantenfarm, wo man Touch and
Feed machen konnte, was wir aber wieder ausgelassen haben, und abends in
der Myoli Beach Lagoon schnorcheln und danach einen wunderschönen
Sonnenuntergang anschauen (Madame hat natürlich ihre Kamera
vergessen...) Am nächsten Tag ging es dann schon wieder zurück nach
Kapstadt!
Eine Bilderserie von der Tour findet sich hier :)
Dienstag, 26. Februar 2013
Montag, 11. Februar 2013
Festive Season in Cape Town
Dezember
Der Dezember begann erstmal mit der Feststellung, dass bei um die 30°C kaum Weihnachtsstimmung aufkommt. Es ist einfach zu warm!:) Am Freitag vor Agnes Rückflug haben wir Anna, Ronja und Martine besucht, die auch hier in Grassy Park wohnen. Martine hat von ihrer Mama aus Norwegen ein Lebkuchenmännchen-Bastelset bekommen… es war so cool in diese Küche reinzukommen und die drei saßen da in ihrer Weihnachtswerkstatt :D Am nächsten Abend haben wir Agnes dann zum Flughafen gebracht und am ersten Advent bin ich in die Stadt gefahren, um mich dort mit den Mädels zum Festive Lights Switch on zu treffen. Das war der Hammer! Die großen Straßen waren alle für Umzüge am Abend gesperrt, die ganze Stadt war voll mit Leuten… Zuerst haben wir uns einfach auf der Grand Parade (dem größten Platz vor dem Rathaus) hingehockt und ich hab noch ein bisschen Urlaubsplanung mit Saskia betrieben:) Ich hab sie eine Woche vorher kennengelernt und sie war genau wie ich auf der Suche nach jemandem, um für ein paar Tage ein Auto auszuleihen und an der Garden Route entlang zu fahren. Auf dem Platz war eine Bühne mit ein paar Bands, gegen Abend war der ganze Platz voll mit tausenden von Leuten – und alle am feiern! Ich hätte ja gedacht dass eine Steigerung kaum mehr möglich ist, aber als es gegen neun einen Countdown gab (alle am mitschreien natürlich) und alle Lichter der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt auf einmal angingen – nebst Feuerwerk- , waren wirklich alle am ausrasten und tanzen:D Sowas hab ich noch nicht erlebt…aber typisch Südafrika eben:) Danach gab es einen Umzug, der irgendwie an Karneval in Rio erinnert hat, und nebenbei wurde der Tafelberg noch zu einem der neuen sieben Weltwunder erklärt;)
Der Dezember begann erstmal mit der Feststellung, dass bei um die 30°C kaum Weihnachtsstimmung aufkommt. Es ist einfach zu warm!:) Am Freitag vor Agnes Rückflug haben wir Anna, Ronja und Martine besucht, die auch hier in Grassy Park wohnen. Martine hat von ihrer Mama aus Norwegen ein Lebkuchenmännchen-Bastelset bekommen… es war so cool in diese Küche reinzukommen und die drei saßen da in ihrer Weihnachtswerkstatt :D Am nächsten Abend haben wir Agnes dann zum Flughafen gebracht und am ersten Advent bin ich in die Stadt gefahren, um mich dort mit den Mädels zum Festive Lights Switch on zu treffen. Das war der Hammer! Die großen Straßen waren alle für Umzüge am Abend gesperrt, die ganze Stadt war voll mit Leuten… Zuerst haben wir uns einfach auf der Grand Parade (dem größten Platz vor dem Rathaus) hingehockt und ich hab noch ein bisschen Urlaubsplanung mit Saskia betrieben:) Ich hab sie eine Woche vorher kennengelernt und sie war genau wie ich auf der Suche nach jemandem, um für ein paar Tage ein Auto auszuleihen und an der Garden Route entlang zu fahren. Auf dem Platz war eine Bühne mit ein paar Bands, gegen Abend war der ganze Platz voll mit tausenden von Leuten – und alle am feiern! Ich hätte ja gedacht dass eine Steigerung kaum mehr möglich ist, aber als es gegen neun einen Countdown gab (alle am mitschreien natürlich) und alle Lichter der Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt auf einmal angingen – nebst Feuerwerk- , waren wirklich alle am ausrasten und tanzen:D Sowas hab ich noch nicht erlebt…aber typisch Südafrika eben:) Danach gab es einen Umzug, der irgendwie an Karneval in Rio erinnert hat, und nebenbei wurde der Tafelberg noch zu einem der neuen sieben Weltwunder erklärt;)
In der Woche darauf waren Marie und Anna zum Essen da (und
wie einige vor ihnen völlig überwältigt von Faaidahs Unmengen an Essen), wir
haben endlich unsere „Uniform“ bekommen (ein T-Shirt, ein Polo und ein Pulli
mit City of Cape Town Nature Conservation-Logo – so richtig passt mir nur der
Pulli, alles andere ist bisschen groß - was Flo schon zu unkontrolliertem
Einlass in ein Casino und allgemein zur Steigerung des Ansehens beim Rumlaufen
in Grassy Park geführt hat:D) und am Nikolaustag habe ich mir freigenommen, um
die Mission Visum verlängern anzugehen… Nachdem ich von so gut wie jedem, der
sich das Kapstädter Home Affairs schon gegeben hat, vorgewarnt wurde (Anne hat
neun Stunden dort verbracht…), war ich ziemlich überrascht schon nach zwei
Stunden das Haus wieder verlassen zu können. Und das obwohl ich sämtliche
Formulare nochmal ausfüllen musste, weil mein blauer Kuli ja nicht akzeptiert
wird ne;) Nebenbei hab ich noch Anna und Stella dort getroffen, und Anna ist es
zu verdanken dass ich den Kopierraum für meinen Formularstapel gefunden hab
(dahin kommt man nämlich nur durch eine Garage…). Am zweiten Dezemberwochenende
war ich dann zum ersten Mal in Muizenberg surfen mit David und den Zwillingen,
Max und Jo…war ziemlich cool auch wenn ich nur eine Welle richtig gestanden
hab. Abends waren Marie, Anna, Stella und ich feiern; am nächsten Morgen waren
wir mit Saskia beim Red Bull Flugtag (wo es darum geht, sich irgendein
Fluggerät zu bauen und soweit wie möglich von einer Rampe zu „fliegen“ – oder
im Wasser zu landen) an der waterfront – war ganz cool auch wenn wir nicht sehr
viel gesehen haben:D In dem neu umgebauten Food Court haben wir eine Bayrische
Bäckerei gefunden (Laugenweckle!!) und ich habe ein Weihnachtspaket an meine
Lieben geschickt, mit Strauß-Biltong (ein Snack aus getrockneten
Fleischstreifen) und südafrikanischer Schokolade:P Danach war wieder mal
Urlaubsplanung angesagt, mit McFlurry im Mc natürlich (ich weiß nicht wie viele
McFlurries ich hier schon geholt hab um das WiFi benutzen zu können xD) und so
langsam nahm die Route und sogar die Auswahl der Backpackers Formen an:)
In der darauffolgenden Woche hat mir Bronwen, die die in
Rondevlei wohnhaften Tiere füttert, mir gezeigt, wie wir Curdy, einen Adler mit
lahmem Flügel, die zwei Schlangen, zwei
Kröten, eine komische (Unter-)Wasserschildkröte und die Mäuse (die ihrerseits
an die Schlangen verfüttert werden) versorgen müssen während sie im Urlaub in
Nigeria sein würde. Es war echt witzig jeden Morgen erst mal Regenwürmer in den
Mund einer Kröte zu stopfen (die wegen einem gebrochenen Kiefer nicht mehr
selber futtern kann…) und hat beim ersten Mal zugegebenermaßen etwas
Überwindung gekostet… Am nächsten Tag haben Bronwen und ich dann noch
Kükenvorrat für Curdy in Paarl geholt, was einen kleinen Roadtrip bedeutet hat
weil wir etwa eine Stunde fahren mussten. Leider waren die totgeglaubten Küken
aus der chicken farm trotz der Fahrt auf der glühend heißen Bakkieladefläche
bei Ankunft im Nature Reserve auf einmal alle quicklebendig … sie sind trotzdem
bei Curdy gelandet. Einen Tag war ich dann auch mal Office Lady und habe
Sadieka, die Sekretärin, vertreten…ziemlich witzig da dauernd Leute anriefen
die sich über die Mückenplage in Zeekoevlei beschwert haben :D An einem Abend
habe ich noch Anna besucht und endlich Plätzchen gebacken – Vanillekipferl (die
richtig gut geworden und hier als horse shoes bekannt sind), Bärentatzen (die
etwas weniger gut, da etwas zu dunkel geworden sind, was durch ein bisschen
mehr Schokolade ausgeglichen wurde) und Ausstecherle in Herzform, von Anna mit
Marmelade gefüllt:)
Im Reserve war dann am nächsten Tag komplett Hippo watching
angesagt weil Bilbo tags zuvor mal wieder irgendwo aufgetaucht war…nochmal hat
er uns den Gefallen nicht getan, ich hatte am Ende des Tages knallrote Beine,
nen leichten Sonnenstich und etwas seltsames Verhalten … Flo fand mich glaube
ich sehr witzig als ich irgendwann mit nem Lachflash aufm Boden lag… dafür hat
Erica uns Oreo Crusher vorbeigebracht;) Die Woche darauf haben wir noch einen
Night Drive durchs Reserve gemacht, bei dem eine festgelegte Route abgefahren
wird und alle Tiere aufgeschrieben werden die einem dabei so über den Weg
laufen (das war meine Aufgabe und ich konnte gemütlich im Bakkie vorne sitzen,
während Flo und David mit Scheinwerfern hinten drauf standen und Ausschau
halten mussten). Gesichtet: ein paar Springboks und Daykas, Otter, Water
Mangoose und ein paar Eulen.
Das dritte Dezemberwochenende begann mit einer Ladies Night
am Freitagabend, mit Faaidah und ihrer Mum (die auch in einem ganz kleinen Haus
auf unserm Grundstück wohnt):) Bei dieser Veranstaltung, die ausschließlich
Frauen vorbehalten ist, können die muslimischen Frauen und Mädchen einen Abend
lang mal feiern, ohne sich über Kopftuch und lange Gewänder Gedanken machen zu
müssen (Fotos waren deshalb aber nicht erlaubt...). Faaidah war wie immer der
Meinung, dass ich zu kurz komme, deshalb musste ich vorher noch essen obwohl
dort angekommen natürlich Unmengen an Essen auf den Tischen standen;) Es war
ein toller Abend, aber frappierend zu sehen wie sich ein paar Mädels, die ich
dort kennengelernt hab, nach einem Abend in Hotpants und Top wieder in Schleier
verhüllten und augenblicklich viel älter aussahen…
Am nächsten Tag bin ich nach Kenilworth in eine Mall
gefahren und habe mir mein Weihnachtsgeschenk, eine neue Kamera, gekauft, um
die ich schon Ewigkeiten herumgestrichen bin weil Bronwen die gleiche hat… es
hat sich aber absolut gelohnt und ich kann endlich wieder bessere Bilder als
die mit meinem Handy machen:) Danach war ich in Camps Bay, hab mich dort
nochmal mit Stella und Julia (meiner allerersten Kapstadtbegegnung ausm
Schwabenländle!) die am nächsten Tag wieder nach Hause geflogen ist, getroffen
und bin dann zurück nach Rondevlei zur Staff Party… Am nächsten Morgen sind Flo
und ich nach Hause, haben erstmal gefrühstückt
und ich hab mich danach wieder
auf den Weg in die Stadt gemacht um mich mit ein paar Leuten in der SASTS-Lodge
zu treffen und, mit Keksen vollgepackt;), den Tafelberg zu erklettern:D Domi,
Paul und David haben das innerhalb von einer Stunde geschafft… Jana und ich
haben es nach anderthalb Stunden Umweg und insgesamt drei Stunden später auch
gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang geschafft nachdem wir uns an der
einzigen Abbiegung mit riesigem Schild vor lauter Gelaber verlaufen haben :D
Oben haben wurde es dann ziemlich kalt nachdem die Sonne erstmal weg war, und
wir haben uns Pizza und heiße Schoki auf der Terasse vom Restaurant gegönnt:)
Danach sind wir mit dem Cable Car, der Seilbahn, wieder runtergefahren und
hatten einen hammer Blick auf Kapstadt bei Nacht... Am nächsten Tag war Public
Holiday und Marie, Anna, Stella und ich waren nochmal surfen in Muizenberg.
Weil Erica und die meisten anderen Manager im Reserve on holiday waren und
David zwei Wochen frei hatte, hatten Flo und ich ne chillige Woche… und unser
Freund Nizaam, der Chef von den Wasserwerken auf dem Gelände bei uns, hat uns
mit cool drinks versorgt;) Eigentlich hätte ich auch die ganze Woche
freigehabt, aber Erica wollte dass ich noch einen Bird Count für sie mache und
ich hab noch geholfen die Tiere zu füttern, aber am Mittwoch bin ich nochmal in
die Lodge gefahren und war mit Jana in Canal Walk, der größten Einkaufsmall in
Afrika, shoppen;) Fühlt sich echt ein bisschen wie Dubai an dort… Donnerstags
hab ich dann auch nur einen halben Tag gemacht und bin nach dem Tiere füttern
in Rondevlei und einer Stunde mit Marc, dem Gate Guy, reden nach Hause um schön
ins Internetcafe gehen zu können:D Am Freitag hat Saskia mich dann im Projekt
besucht und wir haben nebenbei noch ein Auto für unsere Tour gebucht, leider
hatten wir seit diesem Tag eine Schlange weniger weil der Skaapsteker (so heißt
das Viech) leider an Altersschwäche gestorben ist. Der restliche Tag war wieder
mal gechillt und bestand größtenteils aus Konversation mit Nizaam:D Den Abend
waren wir in der Sastslodge, das Wochenende hab ich mit Saskia verbracht:
Zuerst haben wir ihre Freundin Carine aus Kamerun, die in Kapstadt Medizin
studiert, bei Mugg&Bean in der waterfront getroffen (ich hab sogar ein
Weihnachtsgeschenk von ihr bekommen:)), danach haben wir selber
Weihnachtsgeschenke für unser Fest gekauft. Die Nacht haben wir in Saskias
Wohnung in ihrem Projekt in Bellville verbracht, eigentlich wollten wir noch
Pizza liefern lassen was aber leider nicht geklappt hat, dafür begann der
nächste Morgen aber mit Pool und einem hammermäßigen Frühstück:) Carine haben
wir dann gleich nochmal getroffen und bei ihr in ihrer winzigen Wohnung zwei
Sorten Plätzchen und Marmorkuchen gebacken weil sie das alles von uns lernen
wollte (ich glaube sie hat noch nie vorher irgendetwas gebacken) …
beziehungsweise es begonnen, denn letztendlich wurde es so spät dass ich Panik
bekommen habe wir würden es nicht mehr vorm Dunkelwerden nach Hause schaffen
(war nicht die beste Gegend da) und einfach die rohen Plätzchen eingepackt und
bis Mitternacht zu Hause fertig gebacken und mit Schokolade verziert hab :D
Mein Weihnachten begann dann mit (endlich gelungenen!) Bärentatzen und wieder Unmengen
an Vanillekipferln in Faaidahs Küche:) Am nächsten Tag mussten wir halbtags
nochmal ins Projekt und haben Molly, der übriggebliebenen Mole Snake, als
Weihnachtsgeschenk erst mal eine Maus vorgesetzt und danach in Scott und
Shannons (leergeräumten) Haus Last Christmas aufgedreht:D Saskia war für den Weihnachtsabend und den
fünfundzwanzigsten (an dem hier das eigentliche Weihnachten stattfindet) bei
June und ich bei Amelie eingeladen, die beide in Mitchells Plain wohnen,
Mahavia (mein Gastvater) hat mich, nachdem ich mir viel Mühe gegeben hab
Olivenhandcreme und Pistazienschokolade plus ein Kilo Plätzchen einzupacken,
nachmittags zu June gefahren wo ich alle anderen getroffen hab und wir erstmal
schwäbische Weihnachten zelebriert haben:) Das war der Wahnsinn, letztendlich
gab es tatsächlich Schupfnudeln mit Würstchen und Sauerkraut aus dem German
Supermarket und - meine nicht mitgerechnet - wieder Riesentellern an Plätzchen,
deutsche Weihnachtslieder singen mit Junes Gastfamilie inklusive:) Mein Weihnachtsgeschenk
waren zwei Packungen Toffifee, worüber ich mich total gefreut hab weil die hier
echt teuer sind;) Später hat Amelies Hostmum uns für den Gottesdienst abgeholt,
der mit Worten nicht zu beschreiben ist… es wurde gesungen, geschrien, halb in
Trance getanzt, geweint… der Service ging drei Stunden bis nach Mitternacht und
wir vier deutschen Mädels wurden bestimmt dreimal in der Predigt erwähnt und in
der Gemeinde begrüßt:D Danach bin ich bei Amelies Gasteltern todmüde ins Bett
gefallen. Am nächsten Morgen haben Amelie und ich noch mit Zutaten von Faaidah
einen Nachtisch vorbereitet und sind dann zur Verwandtschaft nach Kuilsrivier
gefahren. Dort hat sich die ganze Familie getroffen und geredet, es gab drei
tolle Buffets (davon zwei mit Dessert bzw. Kuchen…) und ich habe mich sehr wohl
gefühlt. Abends sind wir Mädels alle zu Sassi nach Bellville gefahren worden
und sind dort unterm Sternenhimmel im Pool geschwommen, danach gabs Tea Time
mit Kerzenlicht und Plätzchen wobei doch nochmal ein bisschen Weihnachtsstimmung
aufkam, und dann haben wir ein Matratzenlager in Saskias Wohnzimmer gebaut:D Am
nächsten Morgen waren wir erstmal bei PicknPay für ein Brunch einkaufen und
haben uns auf den Weg zu den Bellville Pools, einem Freibad, gemacht…war auch
mal ne interessante Erfahrung im Schwimmerbecken so gut wie alleine zu sein,
weil hier kaum jemand richtig schwimmen kann! Dank unserem Freund Nizaam haben
wir nur halben Eintritt bezahlt…ich konnte es ja fast nicht glauben als der Gute vor
mir stand und meinte er arbeite hier für den Tag:D Wir hatten einen entspannten
Tag dort und abends bin ich wieder nach Grassy Park gefahren. Am nächsten Abend
kam June zu mir um am darauffolgenden Tag auch mal das Reserve sehen zu können
(was letztendlich bei KFC essen und danach wieder mal vom Nichtstun ausruhen
und mit Nizaam reden bedeutete…); abends wollten wir zwei eigentlich bei
Vollmond auf den Lions Head, aber da ich mal wieder einen – diesmal richtigen –
Sonnenstich hatte wurde daraus nichts…also haben wir einen chilligen Abend in
der SASTS-Lodge verbracht. Am nächsten Tag ging es dann, nach Vorräteeinkaufen,
mit Jana, David, Paul, Max und Tim zu einem dreitägigen Dubstep und
Trance-Festival … es war echt der hammer dort (trotz vergessenem Ausweis, den
300 Rand die mir geklaut wurden und der Tatsache, dass meine Kreditkarte bei
Saskia war…) und am Silvesterabend kamen sogar noch Scott und Flo mit Freunden
vorbei. Insgesamt waren es unvergessliche Tage und das neue Jahr hat genauso
gut angefangen, wie das alte aufgehört hat:)
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